Veröffentlichungen vom Chor der DiBaB GmbH in Dresden
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Aufruf an alle Komponisten - Veröffentlicht auch Stücke für gebührenfreie Nutzung!

Article 18.05.2012 15:13

Liebe Schöpfer schön klingender Kunst,

bitte helft dem Chorgesang mit gemeinnützigen Taten und stellt hin und wieder auch gebührenfreie Werke der Öffentlichkeit zur Verfügung!

Ich kann nicht nachvollziehen, warum es Komponisten gibt, welche für jede Ihrer Noten immer Geld haben müssen. Ganz besonders möchte ich dabei die Gutverdiener ansprechen. Ich gehe mit gutem Beispiel voran und fordere Euch auf, nach zu sehen, ob Ihr nicht doch ein Stück Chorherz in Eurem Portemonnaie findet! Es lohnt sich! Auch wenn Ihr darüber keine Kontrolle habt, die Anerkennung dafür nicht persönlich erfahrt und den Erfolg auch nicht nachrechnen könnt, werdet Ihr mit jeder Note hin und wieder ein Chorherz höher schlagen lassen. Und es tut auch schon gut, wenn man sich das vorstellt.

Ich grüße Euch freundlich mit gutem Ton!
André Hüller

Schwarzer Bass (4 Oktaven)
GF der DiBaB GmbH in Dresden
diebergsteiger-de

Comments

Manfred Schenk
08.07.12

Auch auf die Gefahr hin, daß ich mich unbeliebt mache, weise ich darauf hin, daß im "reichen" Deutschland die Geiz-ist-geil-Mentalität nicht vor der Kultur Halt macht.
Ich frage Herrn André Hüller mal direkt: Wie würden Sie reagieren, wenn Ihnen (mal nur hypothetisch) auf der Straße ein heruntergekommener obdachloser Komponist (auch Texter, Arrangeur etc.) begegnet, der lebenslang erfolglos versucht hat, von seinem aus Können (Kunst) und Herzblut bestehenden Schaffen zu leben? Sagen Sie diesem armen Menschen dann lapidar "Applaus ist das Brot des Künstlers" und geben ihm einen warmen Händedruck?

Ein Witz, der das hier Geschriebene untermauern soll:
Kommt ein Musiker zum Arzt. Arzt: "Sie haben nur noch ein halbes Jahr zu leben". Musiker: "Wovon denn?"

André Hüller bei DiBaB
13.06.12

Ist es das aber, was wir wirklich suchen, wenn wir die Augen öffnen, die Ohren einschalten oder singen wollen?

Extrovertiertes Verhalten sehe ich z. B. als Höhepunkt dieser Fehlentwicklung an, zeigt diese Auffälligkeit ja sehr deutlich, dass der Mangel sozialer Integration, den Charakter bereits verkrüppelt hat, der betroffene Mensch wichtigste Motivationen - oder gar seinen Lebenssinn verliert, schon wen er nur glaubt, dass er in der Öffentlichkeit nicht mehr als erfolgreich gefeiert wird. Mit diesem Beispiel, will ich Ihnen auch veranschaulichen, wie gefährlich Ihre Regelung ist und will ich Sie auf Ihre Verantwortung aufmerksam machen.

Im Ergebnis Ihrer Reformbemühungen werden Ihre Mitglieder wieder Übung erhalten, Freude bei Anerkennung uneigennütziger Leistungen zu erleben und das auf jeden Fall, ganz automatisch als guter Charakterbestandteil, in guten Kompositionen reflektieren.

Helfen Sie Ihren Mitgliedern! Helfen Sie unserer Musik! Helfen Sie dem öffentlichen Chorleben!

André Hüller bei DiBaB
13.06.12

da es eigentlich keinen Grund gibt, das für alle gleich regeln zu müssen! Eine Pflicht für kostenfreie Veröffentlichungen gibt es natürlich nicht, bzw. nur moralisch.

Ich denke: Mit Ihrer derzeitigen Regelung behindern Sie die Entwicklung der Musik in der Öffentlichkeit sehr stark, lenken Sie, durch ständige Wiederholungserlebnisse, den Charakter Ihrer Mitglieder in eine egoistische Richtung, sehr zum Nachteil eigener Persönlichkeitsentwicklung, welche aber primäre Bedeutung für die Qualität der Kompositionen hat. Was will mir denn schon ein egoistischer Mensch für tolle Botschaften mit seiner Kunst senden? Ich denke, dass dies auch der Grund ist, warum viele Menschen mit vielen Kunstobjekten, darunter auch Kompositionen, nichts anfangen können, wenn z. B. des Künstlers Antrieb reine Unzufriedenheit war, er den Widersprüchen zwischen seinen Ansprüchen und seinen Möglichkeiten nicht gewachsen ist. Manchmal mag das auch, der Abwechslung wegen, auf uns interessant wirken. Ist es (Fortsetzung in Teil-4

André Hüller bei DiBaB
13.06.12

mit schlecht riechendem Hauch von Nötigung (ohne, dass ich behaupten wollte, dass es schon Nötigung wäre). Durch Ihre aktive Mitwirkung an Solchem, sind Sie selbst ein Teil der Ursachen heutiger Trends zu sozialer Isolierung und Polarisation.

Ich hoffe: Sie finden bald eine Kompromisslösung, progressiven Mitgliedern eine Vertragsklausel anzubieten, welche ihnen gestattet, wieder uneigennützig am öffentlichen Leben teilnehmen zu können, wie es die Pflicht eines jeden leistungsfähigen Menschen ist, der nicht allein auf einer Insel wohnt!

Spontan schlage ich vor, dass jedes Mitglied, welches weniger als 3.000 Takte (Anfängergrenze) komponiert hat, monatlich 100 Takte Eigenkomposition oder Arrangement gebührenfrei veröffentlichen darf, im Jahr 1.200 Takte. Alle anderen Mitglieder dürfen 300 Takte monatlich kostenfrei veröffentlichen. Am besten ist es aber, jedes einzelne Mitglied schon bei Ihrem Aufnahmeritual diese Zahlen selbst festlegen zu lassen, Fortsetzung in Teil-3

André Hüller bei DiBaB
13.06.12

Ich habe inzwischen viele Dispute gehabt, auch auf MusicaNeo. Als Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Verbot gebührenfreier Veröffentlichungen für Mitglieder von Verwertungsgesellschaften, gebe ich hier meine Antwort auf die Auskunft einer Solchen wieder.

...ich kann jetzt den Grund dieser übertriebenen Regelung nachvollziehen und bemühe mich dafür um Verständnis, komme jedoch nicht umhin zu erkennen und kritisch vorzutragen, dass dadurch der natürliche Zufluss gebührenfreier Kompositionen, insbesondere für unser öffentliches Chorleben, aus kommerziellen Gründen (Gewinnabsicht von egoistischen Einzelpersonen) unterbunden wird, Ihre Mitglieder die Entscheidung treffen mussten, lebenslang und lebensfremd, sich von uneigennützigen Beiträgen, künstlerischer Art, abzunabeln, sich praktisch von Publikum und Sängern gleicher Maßen zu entfremden.

Ich bezeichne das, in provozierender Absicht, als Einfamilienhauspolitik und abgründiges Menschen-Monopoly, Fortsetzung in Teil-2

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